- Publiziren: 16.05.2025.
Botschafter Glunčić gedachte der Opfer der Tragödie von Bleiburg
Anlässlich des 80. Jahrestages der Tragödie von Bleiburg und des Todesmarsches gedachte Botschafter Daniel Glunčić am 16. Mai 2025 der ermordeten und vermissten Opfer mit einer Kranzniederlegung und dem Anzünden von Kerzen am Denkmal auf dem Bleiburger Feld.
Botschafter Glunčić legte die Kränze auch im Namen des Präsidenten des Kroatischen Parlaments, Gordan Jandroković, sowie im Namen des Premierministers der Republik Kroatien, Andrej Plenković, nieder.
Am Nachmittag nahm der Botschafter an einer stillen Gedenkfeier mit Gebet beim Denkmal für die Bleiburger Opfer auf dem Friedhof in Unterloibach und auf dem Bleiburger Feld teil. Das Gebet wurde von Fra Pavo Dominković, dem Leiter der Kroatischen Katholischen Mission in Klagenfurt, geleitet.
Am Abend besuchte der kroatische Botschafter die Heilige Messe in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bleiburg, die auch in diesem Jahr vom Amt für die Seelsorge der Kroaten im Ausland - einer gemeinsamen Einrichtung der Kroatischen Bischofskonferenz (HBK) und der Bischofskonferenz von Bosnien und Herzegowina - in Zusammenarbeit mit der Kroatischen Katholischen Mission in Klagenfurt und der österreichischen Pfarre Bleiburg organisiert wurde. Die Messe wurde von Univ.-Prof. Dr. Željko Tanjić, dem Rektor der Kroatischen Katholischen Universität in Zagreb, zelebriert.
Im Mai gedenkt Kroatien jedes Jahr der großen humanitären Tragödie der Nachkriegszeit, - als zehntausende Menschen - überwiegend aus Kroatien, aber auch aus anderen Ländern - auf der Flucht vor der heranrückenden jugoslawischen Armee in Bleiburg der damaligen britischen Militärführung die Kapitulation anboten. Diese übergab sie jedoch den jugoslawischen Behörden. Auf dem langen „Todesmarsch“ (kroatisch: „Križni put“), der in Bleiburg begann und durch Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina sowie andere Teile des ehemaligen Staates führte, wurden die meisten ohne Gerichtsverfahren hingerichtet - im Widerspruch zu allen Bestimmungen der Genfer Konvention. Unter den Opfern befanden sich nicht nur Kriegsverbrecher, sondern auch zahlreiche Zivilisten, Familien mit Kindern, Angehörige der Kirche und anderer Institutionen, Kriegsflüchtlinge sowie einfache mobilisierte Soldaten, die - getrieben von Propaganda - in der Hoffnung auf Schutz nach Österreich flohen. Bleiburg wurde so zum Synonym für ein Verbrechen am kroatischen Volk, insbesondere an Zivilisten, deren am 15. Mai - dem Beginn ihres Kreuzweges - gedacht wird.


