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Botschafter Glunčić gedachte der Opfer des NS-Regimes in Mauthausen und Gusen

Die kroatische Delegation unter der Leitung von Botschafter Daniel Glunčić nahm am Sonntag, dem 10. Mai 2026, an der zentralen internationalen Gedenkfeier anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen in Oberösterreich teil.
 
Die diesjährige Gedenkveranstaltung stand unter dem Motto „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“ und sollte auf die Rolle zehntausender Männer und Frauen aufmerksam machen, die auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Funktionen an der mörderischen Lager-Maschinerie von Mauthausen beteiligt waren.
 
Die Kommemoration begann mit dem Gedenkmarsch und der Kranzniederlegung beim zentralen Denkmal für die Opfer des Holocaust. Im Namen der Botschaft der Republik Kroatien legten Botschafter Glunčić, begleitet vom Verteidigungsattaché Oberst Mario Pavlak, Angehörigen des Ehren- und Schutzbataillons der kroatischen Streitkräfte sowie dem  Gesandten Josip Špoljarić, einen Kranz nieder. Der kroatischen Delegation schlossen sich auch Vertreter kroatischer Vereine aus Oberösterreich an - der Kroatischen Gemeinschaft Oberösterreich und des Kulturvereins KUD Tkanica.
 
Zuvor gedachte die kroatische Delegation der Opfer des Holocaust durch das Niederlegen von Blumen und das Entzünden von Kerzen an der Gedenktafel für die ermordeten kroatischen Opfer, die die Republik Kroatien im Jahr 2001 an der Außenmauer des Lagers errichten ließ.
 
Auf Einladung des ukrainischen Botschafters nahm Botschafter Glunčić anschließend auch an der Gedenkfeier für die ukrainischen Holocaust-Opfer vor dem Denkmal für die ermordeten ukrainischen Häftlinge teil. Danach entzündete der Botschafter auch eine Kerze vor dem Denkmal für die jüdischen Opfer.
 
An der zentralen internationalen Gedenkfeier, die traditionell vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) organisiert wird, nahmen Vertreter der österreichischen Bundesregierung und lokaler Behörden sowie zahlreiche nationale und internationale Organisationen, Jugendorganisationen und diplomatische Vertretungen teil. Alle Delegationen wurden offiziell angekündigt und in ihren jeweiligen Sprachen begrüßt.
 
Mauthausen war mit mehr als 40 Außenlagern eines der berüchtigtsten Konzentrationslager des NS-Regimes. Mehr als 200.000 Menschen waren dort inhaftiert, von denen nahezu die Hälfte ermordet wurde. Unter den Opfern befanden sich auch rund 200 kroatische Staatsbürger.
 
Bereits am Vortag, Samstag, dem 9. Mai 2026, nahm Botschafter Daniel Glunčić in Begleitung des Verteidigungsattachés Oberst Mario Pavlak, Angehörigen des Ehren- und Schutzbataillons sowie des Gesandten Josip Špoljarić an der Gedenkfeier für die Opfer des NS-Regimes auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Gusen teil.
 
Die kroatische Delegation legte einen Kranz nieder und entzündete eine Kerze vor der Gedenktafel zu Ehren der verstorbenen kroatischen Häftlinge, die auf Initiative der Botschaft der Republik Kroatien in Wien im Jahr 2025 errichtet wurde.
 
Der ehemalige Lagerkomplex Gusen zählt zu den brutalsten und tödlichsten Lagersystemen des nationalsozialistischen Deutschlands. Er umfasste die drei Lager Gusen I, II und III sowie ein weitreichendes Netz von Steinbrüchen, Arbeitsstätten und unterirdischen Rüstungsfabriken, darunter den riesigen Komplex Bergkristall.
 
Von rund 70.000 Häftlingen aus fast 30 Ländern verloren mehr als 37.000 unter unmenschlichen Bedingungen von Zwangsarbeit, Hunger und Gewalt ihr Leben. Unter ihnen befanden sich auch mehr als 250 kroatische Häftlinge, wobei die genaue Zahl schwer festzustellen ist, da viele - abhängig von den Transporten - unter anderen nationalen Bezeichnungen registriert wurden.